Test Lumia 925: Ein erster Eindruck

Nokia Lumia 925Seit 5 Tagen nutze ich nun schon das Lumia 925, anfangs mit einigen Startschwierigkeiten, nun aber in vollem Umfang und ohne weitere Probleme!

Aber erst einmal der Reihe nach. Seit Februar stand eine Vertragsverlängerung bei meinem Provider an. Auf der Suche nach einem geeigneten Handy stand für mich von Anfang an fest, dass es definitiv wieder ein Windows Phone Gerät werden wird. Als Auswahlkriterium waren für mich eigentlich folgende Punkte wichtig:
Gute Fotos
Übersichtlicher Bildschirm
Gute Lesbarkeit bei Sonnenlicht
Perfekte Anbindung an soziale Netze
Lange Akkulaufzeit

Da die Auswahl an entsprechenden Geräten recht überschaubar war und aufgrund der zusätzlichen Features eh nur wieder ein Nokia in Frage kommt, fiel die Wahl auf das Nokia Lumia 925. Mein Favorit wäre aufgrund der 20MP Kamera und des großen Displays eigentlich das Nokia Lumia 1520 gewesen, was von T-Mobile aber leider nicht in das Programm aufgenommen wird.

Auswahl WP T-Mobile Einmal das Gerät abgeholt, wurde es auch direkt ausgepackt. Wie von Nokia gewohnt, war das Lumia 925 in einer kleinen für das Gerät optimalen Verpackung. Zum Lieferumfang gehörten neben dem Handy noch der kleine Dorn zum öffnen des SIM-Slots, eine Kurzanleitung zur Inbetriebnahme des Gerätes so wie das Netzteil und ein Kopfhörer.
Leider war das Gerät komplett entladen, so dass erst einmal das Netzteil angeschlossen werden musste. Nach kurzer Zeit dann das erste Lebenszeichen in Form eines blinkenden Windows Logos und wenige Minuten später meldete sich das Gerät mit der Bereitschaft zur Einrichtung.

Einrichtung:
Da ich von einem Lumia 800 auf das Lumia 925 umgestiegen bin, bestand schon ein Microsoft Konto, welches ich auch wieder zur nutzen wollte, was aber Anfangs immer in einer Fehlermeldung bei der Anmeldung endete. Hintergrund war, dass ich zur Sicherheit des Kontos bereits eine „2 factor authentication“ eingerichtet hatte. Wie das Problem aber recht schnell gelöst werden konnte, könnt Ihr in diesem Beitrag nachlesen oder im Wiki Bereich des Microsoft Answers Forum, wo ich nebenbei noch Hilfestellungen zu Problemen mit Eurem Windows Phone oder den dahintergeschalteten Microsoft Diensten gebe.

Nachdem diese kleine Hürde also genommen war, verlief die Synchronisation alle Kontakte und Kalenderdaten mit dem Microsoft Konto recht schnell und ohne dass weiteres Eingreifen notwendig war. Im weiteren Verlauf habe ich sämtliche Updates nachgeholt, die zwischenzeitlich angeboten wurden. Bis das Betriebssystem auf dem aktuellen Stand mit dem Nokia Lumia Black Update waren vergingen knappe zwei Sunden. Man sollte sich also etwas Zeit nehmen, um ein neu erstandenes Gerät auf den aktuellen Softwarestand zu bringen.

Bei der Prüfung der Betriebssystemversion ist mir dann allerdings aufgefallen, dass die Hardwareversion deutlich unter deren liegt, die mir in der Vergangenheit bei diesen Geräten zu Gesicht kam. Eine Kurze Rückfrage bei Nokia über den Twitterkanal @NokiaHilft brachte sehr schnell die Lösung. Es handelt sich nicht um eine alte Hardwareversion, sonder einfach um eine spezielle Landesversion dieses Gerätes. Vielen Dank noch einmal an Nokia für diese schnelle und gute Hilfestellung!

Nachdem das Gerät auf einem aktuellen Stand war, konnten nun die Nokia eigenen Systemapps nachinstalliert werden. Um nicht alles manuell suchen zu müssen, habe ich den SysApp Pusher verwendet. Dieses kleine Tool weist auf alle Apps hin, die von einem Hersteller nur für bestimmte Geräte zur Verfügung stehen. Einmal installiert, waren kurze Zeit später auch alle Apps auf dem aktuellsten Stand.

Funktionen:
Somit konnte ich mit der Entdeckung der interessanten Funktionen beginnen. Ganz besonders hat mich natürlich die Kamera interessiert. Durch die Möglichkeiten, die Nokia bietet ist sie ein durchaus brauchbarer Ersatz für die kleine Kamera, welche ich in der Vergangenheit noch separat mit mir im Urlaub rumgetragen habe. Wer sich nicht ganz sicher ist, wie man mit einem Windows Phone von Nokia die beste Qualität bei den Bildern erzielt, dem sei diese kurze, aber informative Anleitung aus dem Nokia-Blog ans Herz gelegt.
Bereits in der Vergangenheit war ich mit der Qualität der Bilder meines alten Nokia Lumia 800 vollkommen zufrieden. Der Umstieg auf das Lumia 925 ist allerdings ein Quantensprung, was die Qualität betrifft. Ein Bildrauschen ist bei etwas schlechteren Lichtverhältnissen kaum noch auszumachen. Auch die Farbwiedergabe ist schon beeindruckend, welche nachträglich mit dem Nokia Creative Studio bearbeitet werden kann, oder um aus den aufgenommenen Fotos eine schöne Collage zu erstellen.
Wer noch weitere schöne Effekte mit seinem Lumia 925 erstellen möchte, dem möchte auch die App Refocus und Cinemagraph empfehlen.
In den Einstellungen kann bei entsprechendem Inklusivvolumen auch der automatische Upload zu OneDrive aktiviert werden, was einen direkten Zugriff auf die Fotos vom PC oder Tablet aus ermöglicht. Ist das Inklusivvolumen nicht so üppig, bitet das Lumia die Möglichkeit, alle Fotos bei bestehender WLAN-Verbindung in bester Qualität zu synchronisieren.

Apps:
Mit Refocus kann der Fokus einer Aufnahme nachträglich geändert werden. Das Interessante daran ist, dass auch Betrachter aus sozialen Netzwerken die Möglichkeit haben, den Fokus nachträglich zu ändern. Wie das Ganze funktioniert, könnt Ihr anhand eines Beispielbildes sehen!
Die Cinemagraph App ermöglicht das erstellen von animierten Bildern, welche dann in Webseiten oder Blogs eingearbeitet werden können. So kann z.B. eine laufende Rolltreppe abgebildet werden, wobei sich Personen in der Umgebung nicht bewegen.

Display:
Da der Weg von der Beschreibung der Fotofunktionen zur Qualität des Displays nicht weit ist, mache ich auch direkt dort weiter.
Das AMOLED Display bietet eine Größe von 4,5″ und eine WXGA Auflösung von 1280 x 768 Bildpunkten. Mit einer Farbtiefe von 24 Bit (16,7 Millionen Farben) erscheinen auch alle Fotos und Aufnahmen in einem natürlichen Ton.
Das Betrachten des Bildschirms auch unter schwierigen Lichtverhältnissen bereitet mit dem Lumia 925 keinerlei Probleme. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung, wo viele Smartphones ihre Probleme haben,  sticht das Lumia 925 positiv hervor. Alle Informationen, die angezeigt werden sind dank der automatischen Helligkeitseinstellung problemlos zu erkennen.
Lumia Display FarbeinstellungEin weiteres Feature, welches derzeit nur die Smartphones von Nokia bieten, ist die Anpassung des Farbprofils unter den Anzeigeeinstellungen. Hier kann anhand von Beispielbildern noch die Farbtemperatur und die Farbsättigung eingestellt werden, was gerade für die Darstellungen von natürlichen Farben bei erstellten Fotos ein wichtiges Detail ist. Denn auch auf dem Display sollte das angezeigte Bild schon möglichst natürlich wirken und nicht erst nach einer Bearbeitung mit einem entsprechenden Tool.

Nokia Lumia 925Ein für mich sehr interessantes Alleinstellungsmerkmal der Nokia Lumia Reihe ist der „Glance Screen“ zu Deutsch „Blick“. Hier kann des Display im Sperrbildschirm gesteuert werden. Neben der Uhrzeit, können dort auch Informationen zu eingegangenen Nachrichten, verpassten Anrufen oder anstehenden Terminen angezeigt werden. Dieser Screen kann im Lumia Gerät entsprechend optimiert werden. So kann beispielsweise eine Ruhezeit eingestellt werden, während der die Schrift eine andere Farbe bekommt, oder auch ein Intervall eingestellt werden, wonach das Display dann vollkommen abschaltet. 
Mit dem Lumia Black Update hat Nokia um ein weiteres mal die Funktionen der gesamten Gerätesparte erweitert und einen Spamfilter in den Funktionsumfang integriert. In diesem Anruf- und SMS-Filter können Rufnummern aufgenommen werden, welche vom Telefon direkt geblockt werden. Somit ist es nicht, wie in der Vergangenheit noch notwendig, den Provider um eine entsprechende kostenpflichtige Anrufsperre zu bitten.

Ton:
Ein zusätzliches Feature, welches auch im Microsoft Answers Bereich gefordert wurde, ist ein Equalizer für die Musikwiedergabe. Sobald ein kabelgebundener Kopfhörer oder Lautsprecher angeschlossen ist, wird dieses Feature aktiviert. Dort ist es neben den Equalizereinstellungen auch möglich, vorgegebene Verbesserungen einzuschalten. Sehr interessant dabei ist die Möglichkeit, den Pegel verschiedener Musikstücke immer auf einem gleichen Level zu halten. Wer kennt es nicht, dass man eine Sammlung von MP3’s auf sein Handy überträgt, die Musikstücke aber unterschiedlich laut wiedergegeben werden. Mit dem angleichen des Pegels gibt es dank Nokia nun eine entsprechende Lösung.

Verarbeitung:
Nun aber noch zu ein paar wesentlichen Details, die dieses Smartphone ausmachen.
Hinsichtlich des Erscheinugsbildes unterscheidet sich dieses Gerät zu den anderen Modellen der Lumia Reihe. Es wird nämlich nicht in einem Kunststoffgehäuse geliefert welches aus einem Guss besteht, sondern bedient sich einer Mischung aus einem Alurahmen und einer Kunststoffrückseite. Diese Mischung lässt das Gerät deutlich hochwertiger erscheinen als die anderen Modelle, wobei mir persönlich die Kunststoffblöcke auch sehr gut gefallen haben, da man ein Lumia Gerät von weitem direkt erkennen konnte.Kamera Einstellung

Sämtliche Anschlüsse sind an der Oberseite des Smartphones verbaut und gut erreichbar.
An der rechten Seite des Gerätes befinden sich die Hardwaretasten für die Lautstärke, den Ein-/Aus Schalter so wie die Kamerataste, welche mit einer Kamera App vordefiniert werden kann. Als App zum Aufnehmen der Fotos stehen hier die Standartkamera, die Nokia Smart Cam so wie die Nokia Camera zur Verfügung. Kleiner Wehrmutstropfen der Nokia Camera Apps ist, dass der Start etwas länger dauert, da die Anwendung erst geladen werden muss. Wer also des öfteren Bilder schießt welche spontan entstehen, sollte die vorinstallierte Kamera App verwenden und die Nokia Apps bei bedarf auswählen.

Ein weiteres wichtiges Feature eines Smartphones ist natürlich die Akkulaufzeit. Da auch ich mit einer Akkuladung möglichst lange auskommen möchte, habe ich in den Einstellungen alle nicht zwingend benötigten Hintergrundaufgaben ausgeschaltet. Mit der Option, auch im Standby das WLAN aktiv zu halten werden die verbleibenden im Hintergrund arbeitenden Apps auch über die WLAN Verbindung aktualisiert, was dem Stromverbrauch zugute kommt.
Mit einer Ladung des 2000mAh Akkus komme ich über 24 Stunden ohne erneuten Ladevorgang aus (nach 28 Stunden noch 18% Akkuladung), was im Vergleich zu meinem Lumia 800 fast einer Verdoppelung der Arbeitszeit entspricht.

Zubehör:
Eine nettes Option, was Nokia übrigens bezüglich der Lademöglichkeit des Akkus bietet, ist das Kabellose Laden. Hierzu wird eine spezielle Handyschale auf das Gerät gesetzt, welches das Kabellose Laden über den Qi Standard ermöglicht. Notwendig ist dazu die Handyschale welche es in den Farben schwarz, gelb, rot und weiß gibt so wie eine entsprechende Ladestation.
Leider konnte ich diese Funktionalität bisher nicht testen, werde dies aber sicherlich nachholen, sobald mir entsprechendes Zubehör zur Verfügung stehen sollte.

Fazit:
Das Nokia Lumia 925 ist der perfekte tägliche Begleiter.
Dank der Größe passt das Smartphone noch in jede Hosentasche bietet aber auch ein ausreichend großes Display für ein entspanntes Arbeiten.
Die Fotos sind Qualitativ sehr gut wobei vor allem die Nachtaufnahmen positiv hervorzuheben sind.
Das Nokia Lumia 925 ist mittlerweile vergleichsweise günstig zu bekommen und bietet eine gute Alternative zu den Pixelmonstern Lumia 1020 und Lumia 1520.

Ich kann das Lumia 925 jedem empfehlen, da hier das Preis- Leistungsverhältnis absolut passt!
Darüber hinaus bietet Nokia einen vorbildlichen Support, was die direkte Hilfe betrifft!

Wer sich eine kleine Preisübersicht verschaffen möchte, sollte einmal einen Blick auf die Amazon Webseite werfen. Nokia Lumia 925 Smartphone (11,4 cm (4,5 Zoll) WXGA HD OLED-Touchscreen, 8,7 Megapixel kamera, 1,5 GHz Dual Core Prozessor) dunkelgrau

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3 Gedanken zu „Test Lumia 925: Ein erster Eindruck

  1. Ein wirklich schöner erster Eindruck! Wenn ich mich nochmals für ein Windows Phone entscheiden sollte, dann wird es in jedem Fall auch ein Lumia Gerät von Nokia. Man merkt, dass Nokia gerade jetzt, wo das Unternehmen in der Krise steckte innovativ wurde und Konkurrenten zum nachziehen zwang und zwingt. Das gilt meiner Meinung nach vor allem für die Kamera. Nokia hat eine neue Qualitätsstufe bei Smartphone-Bildern geschaffen. Konkurrenten wie Sony ziehen allmählich nach. Genau das ist es, was mich an der wachsenden Konkurrenz freut. Die Hersteller können sich nicht auf ihrem Ruhm ausruhen und müssen ständig nachbessern.

    Gruß.

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    • Und vor allem merkt der Markt mittlerweile auch, dass es abseits von Android und iOS noch etwas gibt was vieles bietet, was andere Hersteller noch nicht haben. Vor allem, die 20MP als Standart für das mittlere und gehobene Preissegment zu setzen verspricht erfolg.

      Samsung Sony etc. setzen nur in den Highend Produkten auf hochauflösende Kameras. Was natürlich noch dazu kommt, sind die Apps von Nokia, welche ihre Produkte noch einmal deutlich aufwerten. Beispielsweise Here+ mit einer kostenlosen Offlinenavigation und weltweitem Kartenmaterial.

      Es wird einfach ein Komplattpaket geboten, wo andere Hersteller noch dran arbeiten müssen.

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      • Sehe ich ganz genau so. Solange sich an dieser Tatsache nichts ändert, fällt meiner Meinung nach auch die Frage weg, auf welchen Hersteller man setzen sollte, wenn man ein Windows Phone haben möchte. Im Android-Segment ist ein klarer Trend zu sehen. Man versucht sich lediglich im Bereich der Hardware zu übertrumpfen.

        Nach meiner Meinung ist das wirklich kein gute Trend. Die Hardware ist wichtig, sollte jedoch nicht das einzige Argument für ein Smartphone sein. Nokia verbindet ein gutes Gesamtpaket bestehend aus guter Hardware (in den Punkten in denen sie aktuell sinnvoll ist – wie bei den Kameras) und bietet dazu ein großes Softwarepaket an.

        Wirklich gelungen finde ich beispielsweise auch die Kamera-Apps der Lumias. Es gibt unzählige Anpassungsmöglichkeiten, dennoch sind die Einstellungsmöglichkeiten sinnvoll und ordentlich gegliedert.

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